In diesem 20-minütigen MAMChat eröffnen Egon von Greyerz und Matthew Piepenburg, die Direktoren von Matterhorn Asset Management, das Jahr 2023 mit einem informellen, aber unverblümten Blick auf die beiden nuklearen Risiken: 1) ein zunehmender geopolitischer Konflikt vor dem Hintergrund von 2) einer ebenso zunehmenden globalen Schuldenkrise. Beide Trends und alles, was daraus folgt, deuten natürlich auf einen explodierenden Goldmarkt hin.
Der peinliche Mangel an staatsmännischem Verhalten und die fortgesetzte Lieferung westlicher Waffen und Gelder anstelle von Friedensvermittlern in die Ukraine deuten stark darauf hin, dass dieser US-Vertreterkrieg zunehmend die Gefahr eines nuklearen Konflikts birgt. Wie Egon anmerkt, entziehen sich solche absurden Risiken in einer Welt, in der es über 13.000 Atomwaffen und fast keine Führung gibt, sowohl unserer Vernunft als auch unserer Kontrolle.
Was jedoch vernünftig und kontrollierbar ist, ist, dass die Anleger das toxische Profil der globalen Verschuldung erkennen und sich darauf vorbereiten. Seit 1971 ist die weltweite Verschuldung von 7 Billionen Dollar auf über 300 Billionen Dollar explodiert. Diese peinliche Zahl wird noch durch das weitaus toxischere und peinlichere Profil eines globalen Derivatemarktes von fast 2 Billiarden Dollar in den Schatten gestellt. Wenn man die Bruttopositionen der Kontrahenten und nicht die Nettorisiken misst, ignoriert die BIZ-Fiktion eines "sicheren" globalen Derivatengagements das extreme Risiko dieser finanziellen "Massenvernichtungswaffen" völlig.
Was die Auswirkungen solcher Verzerrungen auf die globalen Märkte betrifft, so sieht Matt mehrere Symptome einer wachsenden Verzweiflung hinter den Kulissen unserer so genannten Finanzführer und ihrer kaputten Währungs- und Inflationsmodelle. Das erste und offensichtlichste Beispiel für diese wachsende Verzweiflung ist die fälschlicherweise verkündete "gute Nachricht" eines Trends hin zu digitalen Zentralbankwährungen, deren versteckte Gefahren diskutiert werden. Matt erörtert auch die aktuelle Zinspolitik zur Inflationsbekämpfung als ein ebenso fehlerhaftes Modell. Gemeinsam tauschen Egon und Matt Gedanken darüber aus, wie diese fehlerhaften Modelle die globalen Kredit- und Währungsmärkte weiter zerstören werden.
Natürlich deuten all diese Verzerrungen und implodierenden Märkte (Immobilien, Kredite, Aktien und Bargeld) auf einen explodierenden Goldpreis hin, der nicht in sterbenden Währungen, sondern in unsterblichen Unzen, Gramm und Kilos gemessen werden kann. Während sich östliche Banken und Nationen zunehmend dem physischen Gold zuwenden, scheint der fehlgeleitete Westen geschichtsblind zu sein, da die langsame Abkehr vom USD und UST ihren unbestreitbaren Trend fortsetzt.
Kurz gesagt: Das Jahr 2023 scheint sich in ein tieferes und gefährlicheres Gebiet zu bewegen, für das Gold einen offensichtlichen Schutz bietet.