Unsere moderne Zivilisation hat kein kohärentes Weltbild. Dieser Satz des Physikers David Bohm hat mich tief beeindruckt. Er klingt wahr, weil er erklärt, warum unsere sozialen und planetarischen Krisen so unlösbar erscheinen.
Ein Weltbild ist das Betriebssystem einer Kultur oder einer Person. Es sagt uns, was real ist, was wichtig ist und wo wir in der Welt hingehören. Bohm argumentiert, dass das moderne Bewusstsein fragmentiert ist: Wir erleben das Leben als getrennte, unverbundene Teile – Individuen, Fraktionen, Nationen, Rassen, Ideologien – und nicht als integriertes Ganzes. Fragmentierung führt zu Konflikten und Verwirrung und macht Zusammenarbeit fast unmöglich. Wir sehen uns als voneinander und von der Natur getrennt, und die Ergebnisse sind überall sichtbar: politische Unruhen, soziale Konflikte und ökologische Zerstörung.









