Incrementum hat gerade sein monatliches Gold Compass Chartbook veröffentlicht. Wie üblich erzählt es die Geschichte eines epischen Bullenmarkts, der noch reichlich Luft nach oben hat.
Hier sind einige der Highlights mit etwas Kommentar:
Gold entwickelt sich in US-Dollar großartig, aber in ausländischen Währungen noch deutlich besser.
Wenn man die wichtigsten Fiat-Währungen in Gold bewertet, befinden sie sich seit 1971 in einem terminalen Abwärtstrend. Dieser Trend scheint sich zu beschleunigen.
Historisch gesehen war die COMEX-Börse ein Ort, an dem Hedger und Spekulanten mit Papierkontrakten gehandelt haben – und nicht als Quelle für physisches Metall. Das hat sich 2020 geändert, als Kontrahenten begannen, tatsächlich physische Lieferung einzufordern („standing for delivery“).
Das Gleiche gilt für Silber – nur noch stärker. Wenn das so weitergeht, ist nicht klar, woher das benötigte physische Silber im nächsten Monat kommen soll, geschweige denn im kommenden Jahrzehnt.
In Edelmetall-Bullenmärkten steigt Gold anfangs schneller als Silber. Irgendwann aber zieht Silber Kapital an und steigt prozentual deutlich stärker als Gold. Genau dieser Zeitpunkt ist jetzt gekommen.
Eine andere Art, das auszudrücken: „Das Gold-Silber-Verhältnis (Gold/Silver Ratio) stürzt ab.“
Die Anleger haben den epischen Anstieg bei Silber bemerkt und kaufen jetzt massiv die ETFs, die die entsprechenden Minenaktien halten.
Aber der Spaß ist noch nicht vorbei. Rohstoffaktien im Allgemeinen – repräsentiert durch den Goldman Sachs Commodity Index (GSCI) – befinden sich näher an einem historischen Tief als an einem zyklischen Hoch.
Die Dinge beginnen zu brechen
Diese Charts deuten auf drohende Knappheiten hin, insbesondere bei Silber. Das Ergebnis? Panikkäufe, die sich auf den gesamten Bereich der „kritischen Mineralien“ ausbreiten. Also weiterhin fleißig die qualitativ hochwertigen Positionen aufbauen, die man hier findet, und sich von gelegentlichen Korrekturen nicht aus dem Markt werfen lassen. Die richtige Action kommt erst noch.







