MakroTranslations: Laurent Maurel | Makroökonomie, Edelmetalle & Energie
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Donnerstag, 18. Dezember 2025

Silber, das Metall des Jahres 2025 - Laurent Maurel

Der Silberpreis hat soeben eine symbolische Schwelle überschritten und notiert zum ersten Mal in der Geschichte bei mehr als 60 bis 61 Dollar pro Unze, nachdem er seit Anfang 2025 um 100 bis 110 % gestiegen ist. Das ist die beste Performance des weißen Metalls seit dem verrückten Jahr 1979.


Donnerstag, 5. Juni 2025

Japan: Neue Panik am Anleihemarkt, Gold als sicherer Hafen - Laurent Maurel

Japan durchläuft derzeit eine kritische Phase, die die scheinbare Stabilität seiner Wirtschaft erschüttert. Obwohl die Kerninflation nach wie vor gering ist, hat der Preisanstieg für Reis - ein symbolträchtiges und zentrales Lebensmittel im Warenkorb der japanischen Haushalte - die Wahrnehmung der Lebenshaltungskosten stark beeinflusst. Innerhalb weniger Monate hat sich der Großhandelspreis für Reis fast verdoppelt und ist auf über 27.000 Yen für 60 kg geklettert, wie die Grafik von Bloomberg zeigt:


Mittwoch, 28. Mai 2025

Der Absturz des Anleihenmarktes kann nicht mehr lange ignoriert werden - Laurent Maurel

Obwohl das makroökonomische Hintergrundrauschen kaum auszublenden ist – von geopolitischer Unsicherheit über den Druck auf die Zinsen bis hin zum Wiederaufflammen der Inflation – erfreuen sich die Haushalte und Kleinunternehmen in den USA weitgehend guter finanzieller Gesundheit. Es zeichnet sich das Bild einer sanften Landung ab, bei der die Fundamentaldaten trotz der Verschlechterung der allgemeinen Stimmung solide bleiben.

Vor allem der Arbeitsmarkt zeigt deutliche Anzeichen einer Abschwächung. Nach mehreren Jahren robusten Wachstums verlangsamt sich das Tempo bei den Neueinstellungen und die Unternehmen schränken ihre Pläne für den Stellenausbau ein. Dennoch deuten die Indikatoren bislang nur auf eine moderate Spannung hin: Entlassungen sind nach wie vor selten und für viele kleine und mittlere Unternehmen ist es noch immer eine Herausforderung, qualifiziertes Personal zu finden – ein Zeichen dafür, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften anhält. Darüber hinaus sind die gemeldeten Unterbrechungen bei den Lohnzahlungen im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben, was die Widerstandsfähigkeit der Beschäftigung vor dem Hintergrund einer allmählichen Desinflation unterstreicht.

Donnerstag, 22. Mai 2025

Die vier Säulen des Anleihenmarktes geraten gleichzeitig ins Wanken - Laurent Maurel

Der Anleihenmarkt steht nach wie vor unter Druck.

Japan führte eine weitere Auktion seiner 30-jährigen Staatsanleihen (JGB) durch, die mit einer Rendite von 2,941 % abgeschlossen wurde, ein deutlicher Anstieg gegenüber dem vorherigen Niveau von 2,414 %.

Die 30-jährige Rendite in Japan hat soeben einen neuen Höchststand erreicht und liegt nun über dem Niveau von 2008. Was am meisten beunruhigt, ist jedoch nicht nur das aktuelle Zinsniveau, sondern vor allem die Geschwindigkeit, mit der die Renditen in die Höhe schießen:


US-Defizit: Gold als letzte Bastion gegen Währungschaos - Laurent Maurel

Die Chinesische Volksbank gab bekannt, dass sich ihre offiziellen Goldreserven Ende April auf 73,77 Millionen Unzen (ca. 2.294,51 Tonnen) beliefen. Dies entspricht einem Anstieg um 70.000 Unzen (ca. 2,18 Tonnen) im Vergleich zum Vormonat und markiert den sechsten Monat in Folge, in dem das Land Gold zugekauft hat.

Der Ausbau der Goldbestände ist Teil der Strategie Chinas zur Verringerung seiner Abhängigkeit vom US-Dollar. Zudem soll auf diese Weise die Stabilität der Vermögenswerte des Landes angesichts der weltweiten wirtschaftlichen Unsicherheiten erhöht werden. Grund für diesen Schritt sind die wachsenden Sorgen angesichts des ausufernden Haushaltsdefizits der USA und der zunehmenden Kreditaufnahme des US-Finanzministeriums, das kürzlich seinen Finanzierungsbedarf für das zweite Quartal 2025 angehoben hat.

Dienstag, 6. Mai 2025

Bei aller Aufregung um die Zölle: Gold behält das Haushaltsdefizit im Auge - Laurent Maurel

Die Grafik der Woche zeigt einen dramatischen Rückgang der Containerbuchungen für Warenlieferungen aus China in die USA zwischen Februar und April 2025, mit einem Minus von über 40 % im Jahresvergleich bis zum 7. April. Dieser abrupte Rückgang zeigt, wie stark sich der Handel zwischen den beiden Ländern verringert hat – mit Sicherheit eine Folge der zunehmend protektionistischen Maßnahmen der USA, insbesondere der Zollerhöhungen.


Mittwoch, 30. April 2025

Anleihemarkt: Drei Anzeichen für beispiellosen systemischen Stress - Laurent Maurel

Donald Trumps jüngster Tonwechsel in Bezug auf die Zölle sowie sein unerwartetes Nachgeben gegenüber Jerome Powell, dem Vorsitzenden der US-Notenbank, machen eine oft übersehene Tatsache deutlich: Die wahren Machtverhältnisse zeigen sich nicht auf der politischen Bühne, sondern am US-Schuldenmarkt.

Mit anderen Worten: Selbst unter der Präsidentschaft eines Mannes, der als unberechenbar und interventionistisch gilt, prägen die Anforderungen des Anleihemarktes den Kurs der US-Politik zutiefst. Die „Schuldenwand“, d. h. der kolossale Refinanzierungsbedarf des US-Finanzministeriums, erzwingt de facto Disziplin. Wenn die langfristigen Zinssätze in die Höhe schnellen oder die Nachfrage nach amerikanischen Staatsanleihen zu bröckeln beginnt, muss jeder Wunsch nach politischer Unabhängigkeit oder institutioneller Konfrontation an der Realität der globalen Finanzströme scheitern.

Einbruch des Dollars, Gold auf dem Weg zu 5.000 $? - Laurent Maurel

Das jüngste Interview mit Peter Schiff auf Kitco gehört zu seinen schärfsten Beiträgen. Der bekannte Ökonom kritisiert darin offen die Lage in den USA und warnt vor einer drohenden Dollarkrise, einem Kaufkraftverlust und einer abrupten Umkehrung der globalen Kapitalströme.

Schiff zufolge erleben wir den allmählichen Zusammenbruch des amerikanischen Wirtschaftsmodells, das auf Konsum auf Pump und externer Finanzierung beruht. Die USA haben jahrzehntelang über ihre Verhältnisse gelebt und von ausländischen Investitionen und dem Status des Dollars als Reservewährung profitiert. Doch dieses System gerät ins Wanken: Der Dollar, die US-Treasuries und die US-Aktien brechen gleichzeitig ein – ein Zeichen dafür, dass die klassische Dynamik der einstmals sicheren Häfen („flight to safety“) gebrochen ist.

Mittwoch, 9. April 2025

Gold profitiert von einer Kapitalrotation - Laurent Maurel

In der Nacht vom 31. März auf den 1. April kam es zu einer spektakulären Wende am Goldmarkt. Wie ich am darauffolgenden Tag im exklusiven monatlichen Marktbericht für Kunden von GoldBroker.com berichtete, waren an der COMEX bei Börsenschluss am 28. März 106.662 Gold-Terminkontrakte mit Fälligkeit im April noch offen – eine noch nie dagewesene Zahl, die 10,66 Millionen Unzen bzw. rund 332 Tonnen Gold entspricht. Dieses Volumen entsprach fast 51 % der insgesamt in den Tresoren der COMEX vorhandenen Bestände (Kategorie „eligible“, 20,7 Millionen Unzen) und ließ eine massive und sofortige Nachfrage nach physischen Lieferungen befürchten. Ein solches Szenario wäre ein beispielloser Stresstest für die Marktinfrastruktur gewesen.


Samstag, 29. März 2025

Silber-Short-Squeeze 2: Aufruf zum Kauf von Silber am 31. März - Laurent Maurel

Hier ein kurzes Update zum Silbermarkt im Anschluss an meinen letzten Beitrag.

Der Run auf physisches Silber in New York hält an: Zwischen dem 11. und 25. März 2025 verzeichnete die COMEX einen Nettozufluss von 1.033 Tonnen bzw. mehr als 33 Millionen Unzen Silber. An einigen Tagen wurden massive Zuflüsse gemeldet: Am 13. März wurden 160 Tonnen in die Lager der Terminbörse eingeliefert, am 19. März waren es 131 Tonnen. Das bezeugt eine starke Tendenz zur Aufstockung der Bestände. Im Vergleich dazu blieben die Entnahmen mit nur 176 Tonnen in diesem Zeitraum moderat, was ein koordiniertes Bestreben zur Erhöhung der Reserven widerspiegelt. So stiegen die Gesamtbestände (registered + eligible) um 926 Tonnen von 13.490 auf 14.416 Tonnen. Dieser Anstieg scheint eine Reaktion auf zunehmenden Druck am physischen Markt oder auf umfangreiche bevorstehende Lieferungen zu sein.

Mittwoch, 26. März 2025

Folgt nach dem Run auf Gold nun ein Run auf Silber? - Laurent Maurel

Im August 2024 hatte Gold ein starkes Kaufsignal gesendet, als es die Performance eines 60/40-Portfolios übertraf, ein klassisches Modell der Vermögensverwaltung, bei dem 60 % in Aktien und 40 % in Anleihen investiert werden:


Mittwoch, 19. März 2025

Globale Kreditblase kurz vor dem Platzen - Laurent Maurel

Die Weltwirtschaft ist mit einer Reihe von wachsenden Risiken konfrontiert, wie z. B. Volatilität an den Finanzmärkten, Ungleichgewichten and den Währungsmärkten und wirtschaftlichen Spannungen.

Der Anleihecrash der letzten Woche hat sich diese Woche schließlich auch auf Japan ausgeweitet.

Was zunächst als Schock an den westlichen Anleihemärkten begann – gekennzeichnet durch Kapitalflucht und einen plötzlichen Anstieg der Renditen – hat nun den Pazifik überquert. Obwohl Japan dank seiner ultralockeren Geldpolitik einen Ruf als Bollwerk der Stabilität genießt, blieb das Land von der Ansteckung nicht verschont.

Mittwoch, 5. März 2025

Gold: Getragen von der Angst vor einer weltweiten Wirtschaftsflaute - Laurent Maurel

Die jüngsten Finanzberichte der Tech-Giganten zeigen eine gemischte Performance.

NVIDIA legte im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025 beeindruckende Ergebnisse vor, die die Markterwartungen übertrafen. Der Umsatz belief sich auf 39,33 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen von 38,1 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,89 Dollar, verglichen mit einem prognostizierten Gewinn von 0,85 Dollar.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor hinter diesen Zahlen war die Vorstellung des Blackwell-Prozessors, der in den drei Monaten 11 Milliarden Dollar an Umsatz generierte und damit den Rekord für die schnellste Produkteinführung in der Geschichte des Unternehmens aufstellte. Auch dieses Ergebnis übertraf die Erwartungen bei weitem und verdeutlicht, welche Begeisterung die neue Produktreihe bei den Technologieunternehmen hervorruft.

Freitag, 7. Februar 2025

Explosion der Goldnachfrage in den USA vor dem Hintergrund des Handelskriegs mit China - Laurent Maurel

In meinem exklusiven monatlichen Marktbericht für die Kunden von GoldBroker.com analysiere ich den historischen Zuwachs, den die Goldbestände der COMEX im Januar verzeichnet haben.

Seit zwei Monaten beobachten wir an der COMEX eine maßgebliche Aufstockung der Bestände:


Montag, 3. Februar 2025

Die neue US-Regierung als Katalysator der Goldhausse - Laurent Maurel

Trumps zweite Amtszeit beginnt mit einem Paukenschlag.

Nach nur wenigen Tagen sind die ersten Entscheidungen des neuen Präsidenten bereits spürbar.

Da ich mich zur Inspektion verschiedener Minenprojekte gerade in Kolumbien befand, war augenfällig, dass Trumps erste außenpolitische Entscheidung ausgerechnet dieses Land betraf.

Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro untersagte zunächst die Landung von zwei US-Militärflugzeugen mit jeweils rund 80 deportierten Kolumbianern und begründete dies mit der Notwendigkeit, die menschenwürdige Behandlung dieser Personen zu gewährleisten. Als Reaktion darauf führte US-Präsident Donald Trump im Eilverfahren Zölle in Höhe von 25 % auf alle kolumbianischen Importe ein und drohte damit, diese innerhalb einer Woche auf 50 % zu erhöhen, falls die Regierung in Bogotá nicht einlenken würde. Gleichzeitig wurden die Visa kolumbianischer Regierungsbeamten annulliert und ihnen Einreiseverbote auferlegt, während für alle Reisende und Waren aus Kolumbien verschärfte Zollkontrollen eingeführt wurden. Konfrontiert mit diesem wirtschaftlichen und diplomatischen Druck, erklärte sich die kolumbianische Regierung schließlich bereit, die deportierten Migranten bedingungslos aufzunehmen, und beendete damit die Krise.

Samstag, 1. Februar 2025

Wird Gold von der Immobilienkrise in den USA profitieren? - Laurent Maurel

Der US-Immobilienmarkt befindet sich in einer beispiellosen Eiszeit. Die Nachfrage nach Hypothekenkrediten in den USA ist auf den niedrigsten Stand seit 1995 gesunken. In weniger als vier Jahren verzeichneten die Kreditanträge einen dramatischen Rückgang um 63 %, was auf ein zunehmendes Desinteresse der Käufer hindeutet:


Freitag, 17. Januar 2025

USA: Refinanzierung der kolossalen Schulden bleibt größte Herausforderung für 2025 - Laurent Maurel

Die jüngsten Daten des Erzeugerpreisindex (PPI) fielen in den USA niedriger aus als erwartet.

Auf Monatsbasis verzeichnete der PPI insgesamt einen Anstieg um 0,2 % und lag damit unter den Erwartungen von 0,4 %. Die Kernrate des Erzeugerpreisindex blieb unverändert bei 0,0 %, während ein Plus von 0,3 % vorhergesagt worden war.

Auf Jahresbasis legte der PPI 3,3 % zu und blieb damit leicht hinter den Erwartungen von 3,5 % zurück. Die Kernrate erhöhte sich um 3,5 %, verglichen mit einem prognostizierten Anstieg um 3,8 %.


Sonntag, 12. Januar 2025

Talfahrt der Anleihen beschleunigt sich zu Jahresbeginn 2025 - Laurent Maurel

Das Jahr 2025 beginnt im Zeichen der Stagflation.

In Europa schwächt sich die Wirtschaftsaktivität weiterhin deutlich ab. Die jüngsten Daten der Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe weisen alle einen ausgeprägten Rückgang auf, und auch der Arbeitsmarkt wird in den kommenden Monaten möglicherweise von dieser Flaute betroffen sein.

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer tiefen Krise, die sich auf Europa und den Rest der Welt auszuweiten droht. Im Dezember verbuchte der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor einen bescheidenen Anstieg auf 51,2 Punkte, was auf eine zaghafte Erholung hindeutet. Das verarbeitende Gewerbe befindet sich jedoch weiterhin in der Rezession, die durch nahezu leere Auftragsbücher und einen Rückgang der Beschäftigung im sechsten Monat in Folge gekennzeichnet ist. Der Dienstleistungssektor, der eng mit der Industrie verflochten und zu 70 % von ihr abhängig ist, leidet ebenfalls unter den Auswirkungen dieser Krise und verzeichnet nun bereits den vierten Monat in Folge sinkende Auftragszahlen.

Freitag, 3. Januar 2025

2025 beginnt mit extremen Risiken für die US-Wirtschaft und die Märkte - Laurent Maurel

Zu Beginn des Jahres 2025 ist die Wirtschaftslage in den Vereinigten Staaten zunehmend angespannt: Mehrere Entwicklungen greifen ineinander und verschärfen die Krisenanfälligkeit des Finanzsystems und des Konsumniveaus.

Zahlreiche Grafiken verdeutlichen die grundlegende Veränderung des Zinsumfelds, gekoppelt mit einer alarmierenden Verschlechterung der Finanzlage der privaten Haushalte.

Der erste wichtige Chart zeigt die Entwicklung des 10-Jahres-Zinses in den USA:


Samstag, 28. Dezember 2024

Die Kursexplosion von Fartcoin - ein Zeichen für das Scheitern der Fed? - Laurent Maurel

Die Stimmung der westlichen Anleger gegenüber Gold ist an einem Tiefpunkt angelangt, während wir in den asiatischen Ländern seit zwei Jahren buchstäblich einen Run auf Gold erleben.

Die ETF-Bestände verzeichnen vor allem in Europa anhaltende Abflüsse, während Indien und China immer mehr Gold kaufen.

Warum erwerben Chinesen und Inder physisches Gold, während die Finanzinstitute in den westlichen Ländern ihre Investitionen in Edelmetalle reduzieren? Was sind die Gründe für dieses gegensätzliche Verhalten?

Einer der Hauptgründe für das Desinteresse an Gold in der westlichen Hemisphäre scheint der Run auf die Kryptowährungen zu sein. Defensive Anlagen, die sich traditionell auf das goldene Metall konzentrierten, fließen nun zunehmend in Bitcoin und andere Kryptowährungen.