Schweiz steigert Goldimporte aus Russland trotz Sanktionen - RT | MakroTranslations

Mittwoch, 4. Januar 2023

Schweiz steigert Goldimporte aus Russland trotz Sanktionen - RT

Daten des Schweizer Zolls zeigen, dass allein im November Gold im Wert von Hunderten von Millionen Dollar ins Land kam.

Das Handelsvolumen zwischen Russland und der Schweiz ist seit der Verhängung der Ukraine Sanktionen, die Moskau isolieren sollen, sprunghaft angestiegen, berichtete der Tages Anzeiger letzte Woche unter Berufung auf Schweizer Zolldaten.

Demnach sind die Schweizer Exporte, vor allem von pharmazeutischen Produkten, um 19 % gestiegen, während die Importe aus Russland seit Anfang des Jahres um 54 % zugenommen haben.

Dieser beträchtliche Anstieg der russischen Exporte ist Berichten zufolge auf eine Zunahme der Goldlieferungen zurückzuführen, die in der Schweiz besonderen Sanktionen unterliegen. Im August schloss sich das Land den EU-Beschränkungen an, die den Handel mit russischem Gold und Goldprodukten verbieten, was sich offenbar kaum auf die Einfuhren des Metalls aus dem sanktionierten Land auswirkte, so die Quelle.

Nach Angaben des Schweizer Zolls wurden im November 6,4 Tonnen Gold im Wert von 344 Millionen Franken (370 Millionen Dollar) aus Russland eingeführt. Die Identität des Käufers war jedoch unklar. Es wurde vermutet, dass ein Großteil des Goldes über Drittländer und angeblich von Dubai aus in die Schweiz gelangt ist, die selbst eine wichtige globale Drehscheibe für die Verarbeitung des Edelmetalls ist.

Der Schweizerische Verband der Edelmetallhersteller und -händler teilte der Zeitung mit, dass er mit russischem Gold nichts zu tun habe.

Im Juli verabschiedete die EU ihr siebtes Sanktionspaket gegen Russland im Zusammenhang mit der Ukraine, das ein Verbot des "direkten oder indirekten Kaufs, der Einfuhr oder der Weitergabe von Gold und Goldschmuck" mit Ursprung in Russland sowie ein Verbot der Ausfuhr von Gold aus Russland in die EU vorsieht. Die Beschränkungen betreffen auch die Ausfuhr von Goldartikeln, die in einem Drittland verarbeitet wurden.