Reisner bei RTL News | MakroTranslations

Dienstag, 21. Februar 2023

Reisner bei RTL News


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Einen Tag nach Ende der Münchener Sicherheitskonferenz, bewertet Oberst Reisner die Gespräche so: „Aus München haben wir unterschiedliche Signale. Wir haben einerseits viel Solidarität mit der Ukraine, vollmundige Erklärungen (...), aber wir haben uns auch die Frage zu stellen, ob bei den Munitionslieferungen nicht alles zu langsam geht und zu lange dauert.“

Er rechnet vor: Die Ukraine benutzt bis zu 10.000 Granaten pro Tag, Russland dagegen pro Tag 60 - 80.000 Granaten. In einem durchschnittlichen europäischen Land war es in den letzten Jahrzehnten üblich circa 10.000 Schuss Artillerie-Munition vorrätig zu haben. Das wird im Krieg aber gerade tageweise vernichtet und zeigt das Munitions-Dilemma.

Inwiefern das auch Einfluss auf das Kriegsgeschehen hat, erklärt Oberst Markus Reisner vom österreichischen Bundesheer im Interview mit RTL-Reporterin Tamara Bilic.

Munitionslieferungen brauchen womöglich zu lange

„Es gibt ja diesen deutschen Spruch: Klotzen und nicht kleckern. Und das was wir hier sehen, ist eben dieses kleckern“, kritisiert Oberst Reisner. Das sieht man beim Thema Munition und auch beim Thema Panzerlieferungen. Denn statt einem Bataillon (31 Panzer), sieht es so aus, als ob Deutschland derzeit nur 14 Panzer liefern könne. Für die ukrainischen Truppen heißt das konkret, dass sie in den Schützengräben gefangen sind und das Artillerie-Feuer der Russen ertragen müssen, erklärt Reisner. Um aus dem derzeitigen Stellungskrieg auszubrechen, braucht es deshalb ganz dringend die Lieferungen aus dem Westen.