Mögliche BRICS-Erweiterung gefährdet Hegemonie des Westens - Alexander Männer | MakroTranslations

Dienstag, 4. April 2023

Mögliche BRICS-Erweiterung gefährdet Hegemonie des Westens - Alexander Männer

Der Verband der aufstrebenden Wirtschaftsnationen Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, der unter der Bezeichnung "BRICS" unlängst weltweite Beachtung erlangt hat, ist auf dem besten Wege, sich als ein Hauptakteur in der internationalen Politik endgültig zu etablieren. Vor allem die fortschreitende Integration der BRICS sowie ihre eventuelle Erweiterung offenbaren ein Potenzial, das es dieser Staatengruppe künftig ermöglichen könnte, die bestehende politische und wirtschaftliche Vormachtstellung der USA sowie ihrer Verbündeten zu beenden und das Herz einer neuen und gerechteren Weltordnung zu bilden.

Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass die BRICS-Staaten ein sehr hohes Niveau bei ihrer Zusammenarbeit erreicht haben und in der Weltwirtschaft und Politik dadurch enorm an Gewicht gewinnen konnten, wird diese Vereinigung im Hinblick auf das sich derzeit fundamental verändernde globale Kräfteverhältnis von zahlreichen Experten vor allem als Konkurrent zu der G7 angesehen.

Wirtschaftlich sorgen die BRICS-Länder, die gemeinsam rund 40 Prozent der Weltbevölkerung und etwa 20 Prozent des globalen Handels ausmachen, inzwischen für mehr als 30 Prozent des kaufkraftbereinigten globalen Bruttoinlandsprodukts. Im Hinblick auf das Weltfinanzsystem haben die BRICS mit der Gründung der "Neuen Entwicklungsbank" (New Development Bank) ein eigenes Kreditinstitut etabliert, das für viele Entwicklungsländer eine hervorragende Alternative zu den westlich dominierten Institutionen "Internationaler Währungsfonds" und "Weltbank" darstellt.