Ein aufregender Moment liegt vor uns, denn der physische Markt für Gold und Silber erweist sich als bemerkenswert stark, während der Papiermarkt weiterhin seine Spielchen treibt. Insbesondere Silber zeigt eine starke Performance im Vergleich zum Gold-Futures-Kontrakt, der sich dem nächsten Auslieferungstermin nähert. Diese Entwicklung deutet auf eine deutliche Engpasslage auf dem Silbergroßhandelsmarkt hin und wird von einem niedrigen Open Interest bei Comex begleitet. Die Hauptakteure, die für die Mehrheit der papierenen Gold- und Silberderivatpositionen verantwortlich sind, finden sich somit in einer schwierigen Lage. Die starke physische Nachfrage, insbesondere aus dem asiatischen Raum, zwingt sie dazu, ihre bärischen Wetten (auf fallende Kurs zu setzen) aufzugeben und ihre Positionen anzupassen. Trotz einiger Spielereien auf dem Papiermarkt, die vor den Arbeitsmarktberichten üblich sind, wird erwartet, dass Silber seinen Aufwärtstrend fortsetzen wird.
Gold erhält nun die stärkste Unterstützung bei 1913 US-Dollar, was deutlich über den Werten vom 7. März liegt. Insider haben auf Zentralbankkäufer getroffen, die das Preisniveau bei 1820 US-Dollar stabilisiert haben. Während einige spekulative Positionen noch abgewickelt werden müssen, wird erwartet, dass Bewegungen in Richtung 1930 US-Dollar die nicht langfristig orientierten Spekulanten aus dem Markt drängen werden.
Im Falle von Silber ist ein Preis über 24 US-Dollar ein positives Zeichen. Ein Durchbruch über 26 US-Dollar könnte dazu führen, dass eine Chart-Lücke aus dem Jahr 2012 geschlossen wird, was wiederum die Aufwärtsdynamik als Chartsignal verstärken würde. Trotz der üblichen Volatilität rund um runde Preisniveaus wird auch erwartet, dass Silber weiterhin eine starke physische Nachfrage verzeichnet und das Potenzial hat, besser abzuschneiden als Gold.