Eine sich entfaltende Tragödie: die Unmöglichkeit, "etwas anderes" zu tun - Alastair Crooke | MakroTranslations

Freitag, 23. Juni 2023

Eine sich entfaltende Tragödie: die Unmöglichkeit, "etwas anderes" zu tun - Alastair Crooke

Die Bedingungen, die zu der goldenen Ära führten, die die "Comfort Generation" hervorbrachte, sind nicht mehr gegeben.

Die Tragödie, die den Westen heute heimsucht, besteht einerseits in der schieren Unmöglichkeit, so weiterzumachen wie bisher - und andererseits in der Unmöglichkeit, etwas anderes zu tun.

Warum ist das so? Weil die Bedingungen, die zu der goldenen Ära führten, die die "Comfort Generation" hervorbrachte, nicht mehr gegeben sind: Nullzinskredite, Nullinflation, verschwiegene Medien und billige Energie zur "Subventionierung" einer schrumpfenden und zunehmend sklerotischen Produktionsbasis (zumindest in Europa).

Diese Jahrzehnte waren der flüchtige "Augenblick an der Sonne" des Westens. Aber sie sind vorbei. Die 'Peripherie' kommt allein zurecht, danke! Es geht ihr gut - sogar besser als dem imperialen Zentrum.

Das tiefere Paradoxon ist, dass alle einfachen Entscheidungen hinter uns liegen. Und der Gegenwind von Schulden, Inflation und Rezession schlägt uns jetzt heftig ins Gesicht. Die "Auflösung" des Systems ist bereits in Form von Schwäche der Regierungen und Institutionen zu erkennen: Dem "System" fehlte der Wille, schwierige Entscheidungen zu treffen, als es noch dazu in der Lage war. Damals gab es noch einfache Möglichkeiten, und es wurde immer der einfache Weg gewählt.

Die Eliten hatten das egozentrische, verwöhnte Ethos der "Ich-Generation" verinnerlicht. Die permanente Klasse gab sich selbst nach und verzichtete auf jede Rücksichtnahme auf ihre zutiefst verachteten "Peons". Sie haben sich die gegenwärtige Krise selbst eingebrockt. Sie haben zweihundert Jahre finanzieller Verantwortung in etwa 20 Jahren ausgelöscht.