Nachfrage und Angebot von Kokain steigen weltweit. Einem Bericht des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung zufolge übersteigt die Nachfrage nach illegalen Drogen das Niveau der Zeit nach der Pandemie, da neue Drogenschmuggelwege entstehen.
"Die Welt erlebt derzeit einen anhaltenden Anstieg sowohl des Angebots als auch der Nachfrage nach Kokain, der nun auf der ganzen Welt zu spüren ist und wahrscheinlich die Entwicklung neuer Märkte jenseits der traditionellen Grenzen vorantreiben wird", so der jüngste Global Report on Cocaine der UN.
Auf der Angebotsseite stellte der Bericht fest, dass der Anbau von Kokasträuchern im Jahr 2021 315.000 Hektar umfasste, was einen deutlichen Anstieg gegenüber 2020 darstellt, und dass die Gesamtproduktion von Kokain 2.304 Tonnen erreichte, was den siebten Anstieg in Folge im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Sowohl der Anbau von Kokasträuchern als auch die Produktion befanden sich dem Bericht zufolge auf einem "Rekordhoch".
Was die Nachfrage betrifft, so wird die Zahl der Kokainkonsumenten im Jahr 2021 auf 22 Millionen geschätzt. Diese Gruppe "wächst allmählich, aber stetig, angetrieben durch das globale Bevölkerungswachstum und verstärkt durch steigende Prävalenzraten in den letzten zwei Jahrzehnten (von 0,32 Prozent der Allgemeinbevölkerung im Jahr 2004 auf 0,42 Prozent im Jahr 2021)", so der Bericht.
Auch die Beschlagnahmungen von Kokain haben zugenommen und erreichten im Jahr 2021 2.026 Tonnen (nicht reinheitsbereinigt). Der Bericht stellt fest, dass "der Anstieg der Sicherstellungen den Anstieg der Produktion übertrifft und daher bis zu einem gewissen Grad das für den Konsum verfügbare Nettoangebot einschränkt".
"Obwohl sich der weltweite Kokainmarkt weiterhin auf Nord-, Mittel- und Südamerika sowie West- und Mitteleuropa (mit einer sehr hohen Prävalenz auch in Australien) konzentriert, scheint es, dass das schnellste Wachstum, wenn auch ausgehend von einem sehr niedrigen Ausgangsniveau, in den sich entwickelnden Märkten Afrikas, Asiens und Südosteuropas zu verzeichnen ist", so der Bericht.
Mit der Wiedereröffnung von Nachtclubs und Bars und der Normalisierung des internationalen Reiseverkehrs steigt auch die Nachfrage nach Partydrogen.


