Die Diskussionen auf dem jüngsten SCO-Gipfel in Neu-Delhi deuten nun auf das Unvermeidliche hin: Der Zusammenschluss neuer multipolarer Organisationen und deren kollektive Neuordnung der globalen Finanzen….
Gipfeltreffen der Staatsoberhäupter der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ), das praktisch in Neu-Delhi stattfand, hat Geschichte geschrieben: Die drei BRICS-Staaten (Russland, Indien, China) sowie Pakistan und die vier zentralasiatischen „Stans“ (Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan und Tadschikistan) haben die Islamische Republik Iran endlich offiziell als ständiges Mitglied aufgenommen.
Nächstes Jahr wird Weißrussland an der Reihe sein, wie der Erste Stellvertretende Außenminister Indiens, Vinay Kvatra, bestätigte. Weißrussland und die Mongolei nahmen am Gipfel 2023 als Beobachter teil, das unabhängige Turkmenistan als Gast.
Nach Jahren des „maximalen Drucks“ der USA könnte Teheran nun endlich den Sanktionswahn überwinden und seine führende Rolle im laufenden Prozess der eurasischen Integration festigen.
Der Star der Show in Neu-Delhi war zweifellos der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko, der sein Land seit 1994 führt.
Der alte Luka, unschlagbar im Hinblick auf Schlagzeilen, insbesondere nach seiner Vermittlerrolle in der Prighozin-Saga, hat vielleicht den endgültigen Slogan der Multipolarität geprägt. Vergessen Sie die vom Westen so bezeichnete „goldene Milliarde“, die in Wirklichkeit kaum 100 Millionen Menschen umfasst; begrüßen Sie jetzt den „Globalen Globus“ – mit einem klaren Fokus auf den globalen Süden.
Als Krönung schlug Lukaschenko die vollständige Integration der SCO und der BRICS vor, die auf ihrem bevorstehenden Gipfel in Südafrika den Weg der BRICS+ einschlagen werden. Und selbstverständlich gilt diese Integration auch für die Eurasische Wirtschaftsunion (EAEU).
