Wirtschaftlicher und demografischer Niedergang der Ukraine - Eurobrics | MakroTranslations

Mittwoch, 19. Juli 2023

Wirtschaftlicher und demografischer Niedergang der Ukraine - Eurobrics

Angesichts des seit über einem Jahr dauernden Krieges in der Ukraine und den gegen Russland gerichteten westlichen Sanktionen richtet sich die Aufmerksamkeit der internationalen Medien und Experten fast ausschließlich auf die russische Seite. Die realen Zustände in der Ukraine hingegen werden vom westlichen Medien-Mainstream bislang eher selten oder kaum ausführlich thematisiert. Dabei ist die Entwicklung in diesem Krisenland unlängst besorgniserregend, vor allem was die Bevölkerung und die Wirtschaft angeht. Denn diese Bereiche sind unlängst in einem Niedergang begriffen.

Grundsätzlich ist zu betonen, dass dieser Niedergang nicht erst mit dem russischen Einmarsch 2022 eingesetzt hat, sondern bereits viel früher. Schon mit der Auflösung der Sowjetunion wurden in den frühen 1990er Jahren die ersten alarmierenden negativen Erscheinungen deutlich – vor allem in der Wirtschaft und bei der Demografie –, die sich im Laufe der Jahre zum Leidwesen der Ukrainer zunehmend verschärften. 2014 hat sich die zu dem Zeitpunkt schon seit Jahren bestehende negative Entwicklung in beiden Bereichen allerdings um ein Vielfaches verstärkt, nachdem die nach einem blutigen Umsturz in Kiew im Zuge des sogenannten "Euromaidan" an die Macht gekommene neue ukrainische Führung beschlossen hatte, "den Weg nach Europa zu gehen", komme was wolle. Dabei ging es primär um die Annäherung zur Europäischen Union und der Nordatlantischen Militärallianz, mit der Perspektive auf einen Beitritt in diese beiden Blöcke.

Bei ihrem unerbittlichen Kurs Richtung EU- und NATO-Mitgliedschaft nahm die ukrainische Regierung offen keine Rücksicht auf die Interessen ihrer Bevölkeung, was im Zuge der postmaidanen Entwicklung praktisch sofort zu blutigen Spannungen geführt hat. Denn schon nach wenigen Monaten ist man in einen blutigen Bürgerkrieg im Donbass hineingeschlittert, der laut UN-Angaben mindestens 13.000 Todesopfer forderte. Zudem war die ukrainische Volkswirtschaft nach dem "Euromaidan" um die Hälfte eingebrochen und hat sich verschuldet. Sie wird seitdem unter anderem durch die Schuldenpolitik der US-dominierten IWF und Weltbank kontrolliert und balanciert seit Jahren am Rande eines Bankrotts.