In der zweiten Hälfte des Interviews geht London Paul auf das jüngste Interview mit Tucker Carlson ein und reflektiert über die Bedeutung von Wladimir Putins Diskussion über eine Reihe von Themen. Während viele erwarteten, dass das Interview ein Wendepunkt sein würde, argumentiert Paul, dass es keine neuen Informationen lieferte, und kritisiert Putins Geschichtsstunde als selbstgefällig. Er ist der Meinung, dass Carlson härtere Fragen hätte stellen können. Paul ist der Ansicht, dass das Interview zwar einige im Westen aufgerüttelt haben mag, aber nicht so bahnbrechend war, wie die Leute glaubten. Er weist darauf hin, dass andere Ereignisse, wie Putins Rede von 2018 über die militärischen Fähigkeiten Russlands, wichtigere Auswirkungen gehabt haben.
Anschließend geht Paul auf die Lehren ein, die die NATO aus dem Krieg in der Ukraine gezogen hat. Er argumentiert, dass die NATO die militärischen Fähigkeiten Russlands anfangs unterschätzt habe und sich nun dessen Stärke bewusst geworden sei. Er weist auch die Annahme zurück, Russland wolle die Sowjetunion wiederherstellen und in die baltischen Republiken einmarschieren. Paul sagt voraus, dass die NATO im Falle einer Niederlage der Ukraine gespalten und ihre Zukunft in Frage gestellt sein wird. Er geht auch davon aus, dass es innerhalb der Ukraine und unter den europäischen Staaten zu politischen Auswirkungen kommen wird, die möglicherweise zum Aufstieg populistischer Regierungen führen und die Zukunft der Europäischen Union in Frage stellen könnten.
Paul erklärt den Unterschied zwischen einem Krieg und einer besonderen Militäroperation und betont, dass Russland eine besondere Militäroperation in der Ukraine durchführt. Er betont, wie wichtig es ist, eine Situation zu vermeiden, in der Russland der Ukraine den Krieg erklärt, um eine weitere Eskalation und einen möglichen globalen Nuklearkrieg zu verhindern. Er räumt ein, dass in den USA die Besorgnis über die Finanzierung des Krieges wächst, und betont, dass der Konflikt aufgrund seiner verheerenden Auswirkungen auf das ukrainische Volk beendet werden muss.
Schließlich argumentiert Paul, dass die USA ihre militärische Macht verloren haben und mit zahlreichen Herausforderungen und Konflikten konfrontiert sind, die sie nicht wirksam bewältigen können. Trotzdem ist er der Meinung, dass die USA, wenn sie sich der Realität stellen und sich anpassen, immer noch eine große Nation unter Gleichen sein können. Er ermutigt die Zuhörer, sich über das Weltgeschehen zu informieren und erwähnt seinen Podcast, der fünf Episoden pro Woche veröffentlicht.