Kommentar von Eric Yeung | MakroTranslations

Sonntag, 12. Oktober 2025

Kommentar von Eric Yeung

David Jensen, ein Bergbaumanager, Metallanalyst und Eigentümer von Jensen Strategic, hat erklärt, dass der Spot-/Bargeldmarkt der LBMA für Schuldscheine (nicht zugeteilt) für Gold und Silber erheblich größer sei als der Terminmarkt der COMEX. Jensen bezeichnet die LBMA oft als „London Promissory Note Market Association“, da sie mit nicht zugeteilten Kontrakten handelt – Papierforderungen auf sofortige Metalllieferung, die im Gegensatz zu physisch gedeckten Geschäften unbegrenzt erstellt werden können. Er argumentiert, dies führe zu Intransparenz und potenziellen Engpässen, da die täglichen Spotvolumina der LBMA das physische Angebot und die COMEX-Aktivität bei weitem übersteigen.

Wichtige Erkenntnisse aus Jensens Analysen • Silbermarktgröße: In einem Beitrag vom Juli 2024 weist Jensen darauf hin, dass auf dem LBMA-Silber-Spotmarkt täglich über 300 Millionen Unzen an „Netto-Abwicklungsforderungen“ gehandelt werden (was einem Umsatz von bis zu 3 Milliarden Unzen entspricht), basierend auf LBMA-Clearing-Daten. Dies stellt die COMEX-Silber-Futures in den Schatten, die durchschnittlich etwa 100.000–200.000 Kontrakte täglich umfassen (etwa 500–1.000 Millionen Unzen, da jeder Kontrakt 5.000 Unzen umfasst).

Er bezeichnet COMEX als „Preisabsicherungsplattform“, die der preisbestimmenden Rolle Londons untergeordnet ist. •Größe des Goldmarktes: Jensens ausführlicherer Kommentar, einschließlich eines Beitrags vom Juli 2025 zu den LBMA-Volumina, hebt den Gold-Spothandel in London als den weltweit größten hervor, mit einem geschätzten offenen Interesse von 385 Millionen Unzen in Schuldscheinen gegenüber nur 280 Millionen Unzen in Tresoren (ein Großteil davon in ETFs oder Leasingverträgen). Dies steht im Gegensatz zu den COMEX-Gold-Futures, an denen täglich etwa 27 Millionen Unzen gehandelt werden (381.000 Kontrakte zu je 100 Unzen).

• Vergleichender Kontext: In Interviews (z. B. Sprott Money, März 2025) und Beiträgen (z. B. März 2025 zum Thema Silbervakuum) stellt Jensen die „existenzielle“ Größe und die Risiken Londons – wo Edelmetallbanken 5–8 Milliarden Unzen Silber-Shorts halten – den kleineren, transparenteren Futures der COMEX gegenüber. Er schätzt, dass die Londoner Silberforderungen den physischen Umlauf übersteigen könnten (z. B. 819 Millionen Unzen im Tresor, aber nur etwa 300 Millionen frei), während an der COMEX täglich 3–5 Millionen Unzen über Exchange for Physicals (EFPs) nach London abfließen. Jensens Ansichten decken sich mit den Daten der LBMA: Der durchschnittliche tägliche Goldumsatz liegt bei über 100 Milliarden US-Dollar (über 30 Millionen Unzen zu aktuellen Preisen), und auch Silber ist ähnlich massiv, verglichen mit dem kombinierten Gold-/Silber-Futures-Volumen der COMEX von 50 bis 70 Milliarden US-Dollar.

Jensen warnt, dass dieses Ungleichgewicht zu Zahlungsausfällen führen könnte, wenn die physische Nachfrage sprunghaft ansteigt, wie die jüngsten Entnahmen aus den Tresoren 2024/25 gezeigt haben.