Rosalinda González Valencia, die Ehefrau des Drogenbosses Nemesio Oseguera Cervantes, der das Kartell der Neuen Generation von Jalisco leitet, wurde am Dienstag in der Nähe von Guadalajara vom mexikanischen Militär festgenommen.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums des Landes, die von Reuters zitiert werden, wird dies als "bedeutender Schlag gegen die Finanzstruktur des organisierten Verbrechens im Bundesstaat Jalisco" angesehen.
Das berüchtigte Kartell gilt nach der Sinaloa-Organisation als das einflussreichste und am meisten mit Kokain und Amphetaminen handelnde Drogenkartell.
Der Handel mit Kokain und Amphetaminen ist nicht auf den Kontinent beschränkt, sondern wird auch in Europa über verbündete Banden in Südamerika abgewickelt.
Wie Florian Zandt von Statista in der nachstehenden Grafik ausführt, ist der Handel mit dem illegalen Aufputschmittel vor allem ein mitteleuropäisches Problem.
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Allein in Belgien beschlagnahmten die Behörden nach Angaben der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) im Jahr 2019 rund 65 Tonnen Kokain, gefolgt von den Niederlanden mit 43 Tonnen. Das bedeutet natürlich nicht, dass die Droge hauptsächlich in diesen Ländern konsumiert wird die als größte Handelszentren dienen.
Dennoch finden sich die Niederlande und Belgien unter den Top 8 der Länder mit der höchsten Prävalenz des problematischen Drogenkonsums im Jahr 2019 und belegen den zweiten bzw. achten Platz, was den injizierenden Drogenkonsum oder den regelmäßigen Konsum von Opioiden, Kokain oder Amphetaminen umfasst.
Obwohl die EBDD in ihrem jüngsten Europäischen Drogenbericht Kokain als die zweithäufigste illegale Droge in Bezug auf den aktuellen und lebenslangen Konsum einstuft, wird es nur von einem Bruchteil der von den teilnehmenden Ländern befragten Personen konsumiert: 4,8 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, die Droge mindestens einmal probiert zu haben, 1,2 Prozent gaben an, kürzlich Kokain konsumiert zu haben.

