Viktor Orban, der Ministerpräsident Ungarns, hat erneut kritische Töne angeschlagen und ist sowohl in der NATO als auch in der EU umstritten. Sein Unmut richtet sich insbesondere gegen die steigenden Waffenlieferungen an die Ukraine, wobei die bevorstehende Lieferung von F-16-Kampfjets nach Kiew besonders problematisch erscheint.
Am ersten Tag des jährlichen Wirtschaftsforums von Katar (QEF) hielt Orban eine Rede und gab ein Interview auf der Bühne, in dem er unverblümt erklärte, dass die Ukraine den Krieg gegen Russland nicht gewinnen kann, es sei denn, die NATO schickt direkt Truppen – wozu sie nicht bereit ist, und wogegen Ungarn ist.
Er erinnerte den Westen auch daran, dass die ungarische Regierung nicht zum „Mainstream“ der Europäischen Union gehört, sondern sich um friedliche Verhandlungen bemüht hat.
„Die einzige Lösung ist ein Waffenstillstand, und nach dem Waffenstillstand sollten die Friedensgespräche beginnen“, sagte er. Er erklärte, dies sei der einzige Weg, da Kiew nicht gewinnen könne.
