Diese sieben zentralen Herausforderungen werden für Kiew nur schwierig zu bewältigen sein, sodass es wahrscheinlich ist, dass das Ergebnis der viel gepriesenen Gegenoffensive lediglich einige begrenzte Veränderungen entlang der Kontaktlinie sein werden.
Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats der USA, John Kirby, bestätigte, dass die bevorstehende, von der NATO unterstützte Gegenoffensive Kiews in diesem Sommer beginnen wird, sodass es an der Zeit ist, die wichtigsten Herausforderungen zu erörtern, mit denen sie konfrontiert sein wird. An erster Stelle steht dabei der von Generalsekretär Jens Stoltenberg Mitte Februar ausgerufene „logistische Wettlauf“ bzw. „Zermürbungskrieg“ zwischen der NATO und Russland. In Anbetracht der Tatsache, dass Kiew vollständig von ausländischer Unterstützung abhängig ist, ist der Stand des Wettbewerbs zwischen den beiden die wichtigste Variable.
Die zweite hängt mit der vorhergehenden zusammen und betrifft die Tatsache, dass Kiews von der NATO ausgebildete Streitkräfte noch nicht im Kampf erprobt worden sind. Bei allem Hype um die bevorstehende Gegenoffensive bleibt abzuwarten, ob sie die erwarteten Leistungen erbringen werden, da es ihnen an Erfahrung bei der Durchführung großangelegter Operationen fehlt. Russland hat aus seinen Unzulänglichkeiten, die für die Rückeroberung von Charkhov und der Hälfte der Region Cherson durch die Ukraine verantwortlich waren, gelernt, sodass die Wahrscheinlichkeit, dass sich so etwas wiederholt, geringer ist.
