Aber jetzt befinden wir uns in einer interessanten Situation. Der Silberchart schreit „überkauft, Korrektur steht bevor!“, während die Fundamentaldaten einen parabolischen Anstieg im kommenden Jahr durchaus möglich machen. Was sollen wir also tun?
Generell gilt: Wenn Sie physisches Silber stacken, machen Sie einfach weiter und lassen Sie sich von den Schwankungen nicht beirren. Ein dreistelliger Silberpreis ist unvermeidlich, und Sie sollten voll beladen sein, wenn es soweit ist.
Dennoch kann eine schnelle, starke Korrektur nicht ausgeschlossen werden. Extreme Volatilität, nach oben oder unten, könnte das Szenario für Silber im Jahr 2026 sein.
Der Volatilitätsspread
Für Zeiten wie diese gibt es eine einfache Optionsstrategie. Sie wird als Volatilitätsspread bezeichnet und beinhaltet den Kauf von spiegelbildlichen Calls und Puts für ein bestimmtes Wertpapier.
Das Ziel besteht darin, dass der Kurs des Wertpapiers entweder stark ansteigt oder stark fällt, sodass die gewinnbringende Option einen Gewinn erzielt, der groß genug ist, um den Verlust der verlustbringenden Option auszugleichen. Anders ausgedrückt: Sie wetten gegen eine Konsolidierung, bei der der Vermögenswert einfach nur daliegt. Oder noch anders ausgedrückt: Sie setzen auf Bewegung und gegen Langeweile.
Um diesen Punkt zu veranschaulichen (und Spaß daran zu haben), habe ich gerade Put- und Call-Optionen für September auf SLV gekauft, den ETF, der den Silberpreis nachbildet. So werden sie in meinem Konto angezeigt:
SLV 30.09.2026 63,50 C
SLV 30.09.2026 63,50 P
Die Prämien für jede Option lagen bei etwa 10 Dollar, sodass Silber kurzfristig eine deutliche Bewegung vollziehen muss, damit dieser Spread eine erhebliche Rendite abwirft. Aber es sind extreme Zeiten für das Metall, sodass es möglich ist, dass wir im kommenden Jahr zumindest einen bescheidenen Gewinn (und vielleicht etwas Aufregung) sehen werden.
Wenn Sie neu im Bereich Optionen sind, betrachten Sie dies als eine risikoarme Möglichkeit, sich mit dem Konzept vertraut zu machen.
